Eisenhauer


Eisen­hau­er
/ Gra­fik­bü­ro und Fach­ge­schäft für Schreib­kul­tur & Büro­or­ga­ni­sa­ti­on
Sanie­rung, Inte­ri­eur- und Möbel­ge­stal­tung — Eröff­nung März 2017

Struk­tur & Ord­nung

Die Selbst­or­ga­ni­sa­ti­ons­me­tho­de „Eisen­how­er-Prin­zip“ steht Namen­s­pa­te bei der Benen­nung des Labels für hoch­wer­ti­ge Büro­aus­stat­tung und kla­res Gra­fik­de­sign. In unmit­tel­ba­rer Nähe der Leip­zi­ger Innen­stadt wer­den Schreib­kul­tur und Büro­or­ga­ni­sa­ti­on in mini­ma­lis­tisch und redu­ziert gestal­te­ten Räu­men gelebt. (Eisen­hau­er-Büro­kul­tur)

Das Laden­ge­schäft befin­det sich in einem mehr­ge­schos­si­gen Groß­woh­nungs­bau der DDR aus den 50er Jah­ren und hat, bedingt durch die städ­te­bau­li­che Situa­ti­on und Lage, die Form eines Kuchen­stücks.

Raum & Drei­tei­lung

Das Laden­ge­schäft ist räum­lich drei­ge­teilt: Stra­ßen­sei­tig liegt der größ­te und höchs­te Raum mit drei gro­ßen Schau­fens­tern in Rich­tung Süd­wes­ten, in der Mit­tel­zo­ne ein unbe­lich­te­ter hoher Raum und rück­sei­tig ein nied­ri­ger und schma­ler Raum der an Tee­kü­che und WC angrenzt.

Vor­hän­ge tren­nen die drei Raum­tei­le von­ein­an­der und tei­len die­se auf in Ver­kaufs­raum, Lager- und Work­sho­p­raum sowie Büro. Der in der Mit­te lie­gen­de Raum kann bei Bedarf mit dem Ver­kaufs­raum zusam­men­ge­schal­tet wer­den, um bei­spiels­wei­se Ver­an­stal­tun­gen zu ermög­li­chen.

Alle Räu­me haben durch ihren Zuschnitt, die Stüt­zen und Unter­zü­ge sowie Raum­hö­hen eine geo­me­trisch unru­hi­ge Form. Die Ein­bau­ten und Möbel sind davon los­ge­löst und wer­den zwi­schen die Raum­ele­men­te gestellt, um ein räum­li­ches Spiel mit der Archi­tek­tur zu schaf­fen. Begrenzt wird das Spiel­feld von einer brei­ten Ver­kaufs­the­ke zur einen und Archiv­schrän­ken zur ande­ren Sei­te. An der Decke beto­nen radi­al ange­ord­ne­te Lini­en­leuch­ten die Laden­struk­tur.

Sys­te­ma­tik & Fle­xi­bi­li­tät

Das eigens für Eisen­hau­er ent­wi­ckel­te Ein­rich­tungs­sys­tem stützt sich auf ein qua­dra­ti­sches Grund­mo­dul, die Ver­dre­hung die­ser Modu­le unter­ein­an­der und ihrer theo­re­tisch end­lo­sen Kom­bi­na­ti­ons­mög­lich­keit auf der X Y und Z- Ach­se. Als Basis dient ein tief­schwarz, pul­ver­be­schich­te­tes Stahl­ge­stell. Dar­auf kön­nen unter­schied­lich hohe Kis­ten aus mas­si­vem Eichen­holz gesta­pelt wer­den, die damit einen Auf­bau als Tisch, Side­board oder Regal ermög­li­chen. In Kom­bi­na­ti­on und Ver­dre­hung erge­ben sich Inseln im Raum, die von allen Sei­ten als Prä­sen­ta­ti­ons­flä­che bespielt wer­den kön­nen. Die fle­xi­ble Struk­tur und Erwei­ter­bar­keit machen es mög­lich, das das Sys­tem an ein wan­deln­des Sor­ti­ment ange­passt und der Laden räum­lich jeder­zeit neu struk­tu­riert wer­den kann.

Pro­jekt­in­for­ma­tio­nen
Ort: Leip­zig
Rea­li­sie­rung: 2016
Bau­herr: Eisen­hau­er-Büro­kul­tur
Foto­gra­fie: Jens Ger­ber